Unsere Mobilität, schadet dem Klima. Die Art, wie wir täglich von A nach B kommen verursacht gesamtgesellschaftlich deutlich zu viele CO2-Emmissionen. Im Kampf gegen den Klimawandel spielt somit auch unser öffentlicher Personennahverkehr hier vor Ort eine entscheidende Schlüsselrolle. Denn: Um die Klimaziele zu erreichen, müssen auch bei uns mehr Menschen regelmäßig von ihrem Auto auf den Bus umsteigen.

Damit das auch gut funktioniert, brauchen wir einen zukunftsfähigen und attraktiven ÖPNV. Doch leider sind wir davon aktuell noch weit entfernt.

Seit der Vergabe unserer Buslinien an eine neue Betreibergesellschaft im Dezember 2021, lief einiges schief im Kreis. Immer wieder kam es zu teils schweren Unfällen, verletzten und verbal attackierten Fahrgästen oder im Nirgendwo ausgesetzten und sich selbst überlassenen Schüler*innen.

Die Fraktionen der Jamaika-Koalition (CDU, Grüne und FDP) äußerten sich im Kreistag zu der Situation sehr zurückhaltend. Während man anfangs noch kritisch prüfen wollte, wie sich die Leistung des neuen Linienbetreiber entwickelt, hat man das Thema später konsequent ignoriert. Man wollte vor dem eigenen Fehler, die Umstände nicht richtig bewertet und die nötigen Maßnahmen ergriffen zu haben, schlichtweg die Augen verschließen.

An der Situation für die Fahrgäste hat sich derweil nicht viel verändert. Zwar kommt es mittlerweile deutlich seltener zu solchen Zwischenfällen, jedoch sind die Probleme mit dem Personal und der Zuverlässigkeit der Buslinien immer noch nicht abschließend behoben. Durch das konsequente Wegschauen der Fraktionen der CDU, der Grünen und der FDP haben die Menschen in unserem Kreis das Vertrauen in unseren ÖPNV verloren. Was bringt uns ein vielfältiges Liniennetz, auf das sich niemand mehr verlassen kann?

So funktioniert Verkehrswende nicht!

Um das Vertrauen der Menschen in unserem Kreis wieder zu gewinnen, müssen nun Taten folgen! Das „Weiter so“ der Jamaika-Koalition, ist keine Option! Es gilt jetzt die richtigen Schritte für unsere Zukunft zu gehen. Für uns bestehen diese vor allem aus zwei konkreten Punkten:

Einrichtung eines ständigen Fahrgastbeirat

Da im Kreistag viele unterschiedliche Themen besprochen werden, ist es ganz normal, dass bei gewissen Entscheidungen, die persönliche Erfahrung der gewählten Kreistagsmitglieder nicht ausreicht. Um hier Abhilfe zu schaffen, gibt es die Möglichkeit, mit Expert*innen und Betroffenen besetzte Beiräte als beratendes Gremium einzurichten. Hierbei geht es nicht darum, die Mitglieder des Kreistages zu bevormunden, sondern um die Einbringung wichtiger Stimmen betroffener Personen in den politischen Diskurs.

Genau das gilt auch für unseren Nahverkehr!

Es ist ein Unding, dass die Fraktionen der Jamaika-Koalition ihre Mehrheit im Kreistag dafür nutzen, gezielt die Stimmen von Pendler*innen und Schüler*innen zu ignorieren. Personen, die täglich unseren ÖPNV nutzen und auf ihn angewiesen sind! Personen, die eben genau diesen kritischen Einblick in das System bekommen, den viele der Kreistagsmitglieder nicht haben.

Damit es eine solche Situation nicht wieder geben kann, machen wir uns stark für die Einrichtung eines ständigen Fahrgastbeirats als festes Gremium der Kreispolitik. Hier sollen genau diese Gruppen regelmäßig über ihre täglichen Erfahrungen beraten und den Kreistag bei konkreten Problemen informieren.

Nur so ist es möglich, die Qualität unseres Nahverkehrs konsequent zu sichern und Erfahrungen und Vorschläge aus der alltäglichen Nutzung in die Debatte einzubringen.

Zukunftsperspektive: Kommunalisierung

Kommunali – was? Kommunalisierung!

Bei einem kommunalisierten Nahverkehr, beauftragt der Landkreis kein externes Unternehmen mit der Bedienung unserer Buslinien, sondern tut dies selbst! Er ist damit nicht mehr nur verantwortlich für einen guten und stabilen ÖPNV, sondern kann als Betreiber auf diesen auch direkten Einfluss nehmen. Eine wichtige Möglichkeit, die es in der aktuellen Situation nicht gibt!

In den letzten Jahren haben, auch in Rheinland-Pfalz, immer mehr Kommunen den Schritt zu diesem Konzept gewagt. Das Fazit: Es funktioniert!

Busse fahren öfter, kommen pünktlicher an und werden effizienter eingesetzt. Durch die neuen Lenkungsmöglichkeiten werden neue, innovative Technologien wie digitale Fahrgastinformationssysteme schneller flächendeckend installiert und vereinfachen somit die Nutzung des Busnetzes erheblich!

Die Kommunalisierung von ÖPNV-Netzen ist das Erfolgsrezept für einen zukunftsfähigen Nahverkehr. Sowohl in der Stadt – als auch auf dem Land. Auch wir im Kreis Mayen-Koblenz müssen diese Chance ergreifen und anfangen, die ersten Schritte zu einem besseren und verlässlichen ÖPNV zu wagen!

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